Be­ra­tung ist et­was Le­ben­di­ges 

Die Ar­beit mit Men­schen ist für mich vor al­lem ei­nes: Be­ru­fung. Sie braucht ein fei­nes Ge­spür für Men­schen, Si­tua­tio­nen und das, was ge­rade wirk­lich ge­braucht wird. Und die Fä­hig­keit, et­was in Be­we­gung zu brin­gen.

Aus­bil­dun­gen sind wich­tig. Kon­zepte auch. Aber sie sind Leit­plan­ken, keine Wahr­heit. Manch­mal sind sie so­gar nur Eti­ket­ten.

Denn Men­schen pas­sen in keine Schub­la­den. Und keine Be­ra­tungs­si­tua­tion gleicht der an­de­ren.

Des­halb zählt Er­fah­rung. Viel Er­fah­rung. Wer mit Men­schen ar­bei­tet, muss sich in der Rea­li­tät be­währt ha­ben – mit un­ter­schied­li­chen Per­sön­lich­kei­ten, Kon­flik­ten, Le­bens­si­tua­tio­nen und Her­aus­for­de­run­gen.

Fach­wis­sen ge­hört dazu: über Kom­mu­ni­ka­tion, Grup­pen­dy­na­mik, Kon­flikte, Or­ga­ni­sa­tio­nen und Psy­cho­lo­gie. Doch Wis­sen al­lein ist zu viel we­nig.

Wer Men­schen be­glei­ten will, sollte sich selbst und Men­schen in ih­rer Tiefe er­lebt ha­ben. In die­sen Er­fah­run­gen zeigt sich, was Be­ra­tung ver­langt. 

Dazu kom­men Be­ra­tungs­kom­pe­tenz und gute Me­tho­den – bei­spiels­weise sys­te­mi­sches Ar­bei­ten.

Am Ende ent­schei­det aber nicht die Me­thode.

Son­dern der Mensch, der sie an­wen­det.